von Open Innovation Team am 1496410417

Wir reisen nie ganz alleine, denn irgendetwas haben wir im Zug immer bei uns: Vom prall gefüllten Einkaufssackerl bis zu den Ski für den Familienurlaub. Da kommt es auch schon mal vor, dass die Bequemlichkeit siegt und man das eigene Auto lenken muss statt entspannt eine gesellige Zugfahrt zu genießen. Wir haben nachgefragt: Soll das so bleiben?

 

Mit euren Antworten online auf der Plattform und persönlich in Kundengesprächen habt ihr uns den Grund gegeben, „Reisen mit Gepäck“ eine ganz eigene Challenge zu widmen. Die ersten Ideen gibt es bereits, manche sind noch in den Köpfen, andere schon abgetippt. Gerne erzählen wir euch, was sich hinter „Reisen mit Gepäck“ genau verbirgt – vielleicht weckt das Lesen ja einen Lösungsansatz in euch, den ihr zu Ende denken und als Idee einreichen wollt.

 

Wie unsere vergangenen Challenges baut auch diese neue wieder auf drei großen Fragestellungen auf, erstens:

 


 

Wie können wir euch den Weg mit Gepäck zum Ein- und Umsteigen erleichtern?

 

Ob Lieblingsbuch zum Fertiglesen, Laptop zum Arbeiten oder Sportgewand zum später Umziehen,… Bei unseren Zugfahrten werden wir von unterschiedlichsten Dingen begleitet, die eine Gemeinsamkeit verbindet: Wir möchten sie unbedingt bei uns haben. Genau dieses Gepäck soll daher leicht seinen Weg zu uns in den Zug finden.

  • Das Gepäck in der Wartezeit: Schließfächer sind heute von Bahnhöfen nicht mehr wegzudenken. Gerade an Abreisetagen ist es bequem, hier die Tasche bis zur Zugankunft sicher versperren zu können. Doch je näher man der Abfahrt kommt, desto lieber hat man das Gepäck ganz bei sich - Welche Lösungen würden euch hier bei der Aufbewahrung helfen?
  • Mit dem Gepäck in den Zug: Bei großen Koffern können die letzten Meter am Bahnsteig schon mal zum Kraftakt werden – besonders, wenn es zeitlich knapp ist. Mit welchen Unterstützungen und Services wäre der Einstieg in den Zug leichter für euch? 

 


 

Nachdem in der ersten Frage vor allem Lösungen zum Bahnhof gefragt sind, wechseln wir jetzt direkt in den Zug:

Wie sehen smarte Konzepte zur Gepäckverwahrung im Zug aus, die idealerweise keinen Umbau erfordern?

 

Taschenablagen über dem Kopf, Kleiderhaken am Fenster, Kofferaufbewahrung in der Mitte des Wagons. Eigentlich sollte alles Notwendige für unser Gepäck da sein. Oder? Hand auf’s Herz, jede und jeder hat schon irgendwann das Gepäck gleich auf den Sitz nebenan gelegt. Damit dort wieder Personen Platz finden -  was sollen wir für oder mit eurem Gepäck tun? Welche zusätzlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten wünscht ihr euch? Und wie können sie optimal sicher, sichtbar und passagierfreundlich sein? 

 


 

Für die letzte Fragestellung gehen wir noch einen Schritt weiter und danken euch schon im Vorhinein für‘s Mitgehen:

Packerl‘ auf Reisen: Wie müsste ein Service aussehen, mit dem ihr Gepäck oder andere Sendungen per Bahn verschicken würdet – ohne selbst mitzufahren.
 

Von Flugreisen sind wir gewohnt, dass Gepäck auch getrennt von uns Passagieren transportiert wird. Mittlerweile sind wir auch schon an UBER als Alternative zum klassischen Taxi gewöhnt. Über das Internet können wir immer öfter schon sehen, wo sich ein Paket auf dem Weg zu uns befindet. Neue Technik, neue Geschäftsmodell, neue Kooperationsmöglichkeiten – und großes Potenzial. Mit welchem Serviceangebot zu Gepäcktransport können wir euch in Zukunft noch unterstützen, damit ihr ballastfrei reisen könnt?

Wenn ihr es jetzt gar nicht mehr erwarten könnt und ihr euch endlich in die Ideeneinreichung stürzen wollt, nur zu! :)
Und auch wenn ihr neben diesen Gedanken einfach noch Gesichter kennenlernen wollt, die sich hinter der Challenge verstecken,  seht ihr diese in unserem Video!


Beides findet ihr auf https://openinnovation.oebb.at/index.php?controller=ideas&view=index&id=10

 

Wir freuen uns auf eure Ideen und sind schon gespannt auf die Diskussionen!

 

Euer

Open Innovation Team

Werner Beyerle
Offenbar seid ihr alle zu jung und wisst daher nicht, dass es das alles schon einmal gegeben hat. Wie ich ein Kind war, war es selbstverständlich, dass man sein Gepäck aufgegeben hat und am Zielort wieder in Empfang genommen hat. Auch die Haus-Haus-Abholung-Zustellung war absolut üblich.

Bei Flug- und Schiffsreisen gibt es das inzwischen wieder. Bei der Bahn hat man durch die übliche Sparwut alle diese Dienste eingestellt - waren nicht profitabel genug und hat dabei vergessen, dass es auch eine Umwegrentabilität gibt.

Auch der Kurierdienst und postführende Züge waren sehr tolle Möglichkeiten. Außer der Bahn schafft es niemand ein Paket oder wichtige Dokumente oder dringend benötigte Ersatzteile in wenigen Stunden von A nach B zu transportieren. Die Kosten spielen da meist eine untergeordnete Rolle.

Einfach einmal nachforschen, wie das früher funktioniert hat. Ich kann aber gerne auch meine sehr positiven Erinnerungen beisteuern.
Franz Schramböck
Min. Gorbach hat in seiner Zeit mit seinen oft schlecht informierten Mitarbeitern auch bei der ÖBB viel kaputt gemacht und jetzt ist es halt schwer, praktische und gute Ideen der Vergangenheit wieder zu aktivieren. Aber ich stimme zu, die ÖBB hat in Zeiten wie diesen, wo Öffis wieder stark in sind, auch die Notwendigkeit, den Komfort für ihre Fahrgäste zu verbessern. Immer mehr viele und schnelle Züge sollten nicht nur befördern, sondern auch Zusatznutzen anbieten wie: Gepäckabteile für weitere Strecken, größere WC-Behälter, damit nicht beim RJ z.B. jedes 2. WC gesperrt ist, weil der Zug aus Zürich oder München kommt. Ordentliche, verständliche Durchsagen im Zug, in gutem Englisch und nicht so schnoddrig wie jetzt bei vielen Schaffnern, die den Text nur herunterhuddeln! WAS SAGT IHR DAZU?
Niklas M
Ideen hätte ich viele: Hab die realistischten zusammengefasst: Hoffe ich zähle am Schluss zu den Gewinnern :)
Open Innovation Team
Lieber Niklas M,

vielen Dank für Ihre Einreichungen!

Wir werden uns bemühen, nach Einsendeschluss aus den vielversprechendsten Ideen ein Gesamtkonzept zu entwickeln - die Chance steigt dadurch, dass auch ein Ansatz von Ihnen miteinfließen kann :)

Bis zu den Prototypen wird es noch etwas dauern, aber wir halten Sie natürlich über die Plattform auf dem Laufenden.

Alles Liebe
Mia von Open Innovation