Hack4Rail in Wien

13. 07. 2026

Sommerliche Temperaturen, internationale Teams und jede Menge kreative Energie: Ende Juni machte der Hack4Rail 2026 Wien erneut zum Treffpunkt der europäischen Bahn-Community. Bereits zum siebten Mal fand der Hackathon statt – nach 2018 und 2023 nun zum dritten Mal in der ÖBB Open Innovation Factory in Wien.

22 Teams, 1 Ziel

Unter dem Motto „Connected Railways for Open Solutions“ arbeiteten rund 160 Teilnehmer:innen der ÖBB, DB, SBB sowie heuer auch von den ORA-Mitgliedsbahnen Infrabel, SNCF und die niederländischen Bahnen (NS) gemeinsam an neuen Lösungen für die Herausforderungen der Bahn von morgen. 

Im Fokus standen: hacken, testen und Lösungen entwickeln. Nach einem informellen Auftaktabend zum Vernetzen arbeiteten die Teams zwei Tage lang intensiv an ihren Lösungen – unterstützt durch Austauschformate und ein Pitch-Training. Den Schlusspunkt setzte der Pitch vor der Jury und im Livestream, bei dem die insgesamt 22 Teams ihre finalen Ergebnisse präsentierten.

Die sechs Themenfelder im Überblick

Die 18 Challenges waren in sechs zentrale Themenfelder gegliedert und machten deutlich, wie vielfältig die aktuellen Fragestellungen im Bahnsektor sind:

  • Flexibilität in der Einsatzplanung & Kapazitätsoptimierung
  • Grenzüberschreitende Mobilität & Logistik
  • Effizientes Störungs- und Baustellenmanagement
  • Bahnhöfe als Mobilitätsdrehscheiben
  • Grüne Digitalisierung & Nachhaltigkeit
  • Think Tank für Mobilität & Logistik

Die Gewinnerteams

1. Platz: Team DBringer: “Digitalization of Taxi Vouchers and Passenger Pooling in Disruption Cases”

3. Platz: Team Routing Genius: “Dynamic Inspector Routing for Efficient Coverage in Trains”

2. Platz: Team Click Magic: “Robust Auto-Layout Algorithms for the Netzgrafik Editor”

Publikumspreis: Team Choo Choo: “One Screen. One Journey. Integrated Station Information incl. Rail Replacement”

Mehr als ein Hackathon

Zum Abschluss wurde noch einmal deutlich, worum es beim Hack4Rail eigentlich geht: Zusammenarbeit. „Die Bahnbranche ist noch immer stark von organisatorischen und nationalen Grenzen geprägt. Umso wichtiger ist es, diese Silos zu überwinden und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Denn unsere Konkurrenz sind nicht andere Bahnen, sondern andere Verkehrsträger“, resümiert Peter Schindlecker, Head of Open Innovation bei den ÖBB. 

Viele der entwickelten Ideen werden nun weiterverfolgt – innerhalb der Bahnunternehmen oder gemeinsam mit internationalen Partnern. Der Hack4Rail bleibt damit nicht nur ein Event, sondern ein Ausgangspunkt für neue Projekte, Kooperationen und innovative Lösungen für die Bahn von morgen.