Strategic Foresight: Auf mögliche Zukünfte vorbereiten und sie aktiv gestalten

18. 01. 2026

Stellt euch vor, ihr könntet heute schon die Weichen für die Aufgaben von morgen stellen – und das nicht nach Bauchgefühl, sondern mit einem strukturierten, kreativen und gemeinsamen Weg. Unser Strategic Foresight Prozess machts möglich!

Was ist Strategic Foresight?

Strategic Foresight ist ein strukturierter Ablauf, um mögliche Zukünfte anzuschauen, zu bewerten und sich darauf vorzubereiten. Zukünfte? Ja, richtig gelesen. Denn es geht nicht darum, die Zukunft exakt vorherzusagen – das kann niemand. Stattdessen schauen wir uns unterschiedliche Wege an, wie sich die Welt entwickeln kann, um auf verschiedene Möglichkeiten vorbereitet zu sein. Dabei brechen wir gewohnte Denkweisen auf, entdecken neue Möglichkeiten und entwickeln Handlungsfelder, die auch dann noch funktionieren, wenn die Zukunft anders kommt als gedacht.

Im Kern ist es ein kreativer und strukturierter Weg, der verschiedene Methoden mischt, um ein Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Im Gegensatz zur klassischen Strategiearbeit, die oft nur auf das reagiert, was bereits passiert ist, blickt Strategic Foresight vorausschauend nach vorne. In zwei gemeinsamen Workshops entwickeln wir mit den internen Fachkräften ein gemeinsames Zukunftsbild und leiten daraus mögliche Handlungsfelder ab. Dieser gemeinsame Weg sorgt dafür, dass die Ergebnisse nicht nur gut durchdacht, sondern auch von vielen im Unternehmen mitgetragen werden.

Wir von Open Innovation haben diesen Prozess in den letzten Monaten intensiv genutzt und viel mit verschiedenen Konzernbereichen gelernt, z.B. Rail Cargo Innovation, Kundeninfo der ÖBB Infrastruktur, Strategieabteilung der ÖBB Holding und ÖBB Personenverkehr Customer Experience.

Wo kann Strategic Foresight eingesetzt werden?

  1. Strategieentwicklung & Vision Building: Der Prozess eignet sich u.a. um langfristige Ziele des Bereichs zu entdecken oder zu verbessern. Er hilft dabei, über den Alltag hinauszudenken, neue Geschäftsideen und Wachstumsmöglichkeiten zu finden und eine klare, stabile Richtung für die Zukunft festzulegen.
     
  2. Produkt- & Service-Innovation: Strategic Foresight ist ein starkes Werkzeug, um festzulegen, was die nächste Generation von Produkten oder Angeboten können muss. Anstatt nur auf die Wünsche von heute zu schauen, hilft der Prozess dabei, zukünftige Bedürfnisse vorauszusehen und Stoßrichtungen für Angebote zu entwickeln, die auch in 5 oder 10 Jahren noch wichtig sind.
     
  3. Organisation & Stakeholder-Alignment: Der Prozess ist ideal, um die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen zu verbessern und dafür zu sorgen, dass alle das Gleiche verstehen. Durch die Zusammenarbeit mit Führungskräften und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen werden nicht nur die Ergebnisse besser, sondern es ziehen auch alle für die spätere Umsetzung an einem Strang.

© ÖBB/Marek Knopp

Der Prozess: Wie wir Zukünfte greifbar machen

Unser Strategic Foresight Prozess besteht aus drei wichtigen Schritten:

  1. Vorbereitung & Research: In diesem Schritt legen wir die wichtigste Frage fest und untersuchen relevante Trends und Entwicklungen. Daraus werden KI-unterstützt zwei unterschiedliche, aber mögliche Zukunftsszenarien generiert, die als kreative Anregung für den Workshop dienen.
     
  2. Workshop & Co-Kreation: Das ist der wichtigste Teil des Ablaufs. Hier versetzen sich die Teilnehmenden in die Zukunftswelten hinein, entwickeln aus den Ideen ein gemeinsames, stabiles Zukunftsbild und leiten erste Handlungsfelder und Stoßrichtungen ab.
     
  3. Auswertung: Nach dem Workshop werden alle Ergebnisse systematisch ausgewertet. Hier hilft uns KI, die vielen Informationen zusammenzubringen, zu fokussieren und in eine verständliche Form (z.B. strategische Säulen oder Handlungsfelder) zu bringen.

Wo liegen die Grenzen?

So gut Strategic Foresight auch ist – es gibt auch Grenzen, die man kennen sollte:

  • Keine Glaskugel: Strategic Foresight kann die Zukunft nicht vorhersagen. Es ist ein Werkzeug, um sich auf verschiedene Möglichkeiten vorzubereiten, nicht um exakte Prognosen zu machen.
  • Kein Ersatz für Entscheidungen: Der Prozess liefert eine gute Grundlage und klare Optionen, aber er nimmt dem Management die Entscheidung nicht ab.
  • Kein einmaliges Projekt: Echte Zukunftsfähigkeit braucht eine ständige Beschäftigung mit Veränderungen. Strategic Foresight ist keine einmalige Sache, sondern ein regelmäßiges Training.
  • Qualität hängt von den Teilnehmer:innen ab: Die Ergebnisse sind nur so gut wie das Wissen, die Offenheit und die Kreativität der beteiligten Personen.

Fazit: Zukunft gestalten statt verwalten

Strategic Foresight ist mehr als nur ein Trend. Es ist eine starke Methode, um in einer immer komplizierteren Welt proaktiv zu handeln, statt nur zu reagieren. Es schafft nicht nur eine gemeinsame Vision, sondern sorgt auch dafür, dass alle an einem Strang ziehen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Du hast Interesse an Strategic Foresight im ÖBB Konzern? Dann schreibe uns.